Wochenaufgaben und Forscheraufgaben

 

Kinder gehen heute viel länger in die Schule als es noch vor weniger als 10 Jahren der Fall war. Sie haben deutlich mehr Unterrichtsstunden durch die verlässliche Grundschule und verbringen darüber noch Zeit in den freizeitpädagogischen Kursen der Ganztagsschule, in der Betreuung und/oder in privaten Kursen. Außerdem ist der Nachmittag auch gedacht für das Spielen, das Verabreden mit Freunden oder das Erledigen vieler anderer Alltagsdinge.

Die Schulforschung bestätigt seit sehr vielen Jahren, dass Hausaufgaben nicht zum Lernerfolg von Kindern in der Schule beitragen, sondern eher zu Motivationsverlusten und Leistungseinbrüchen führen und darüber hinaus die Familie oft genug nicht unerheblich belasten. 

Die Schulkonferenz der Stadtschule hat sich deshalb bereits im Schuljahr 2007/2008 gegen die Erteilung von herkömmlichen Hausaufgaben entschieden. Seitdem bekommen die Kinder in den Fächern Deutsch und Mathematik  Wochenaufgaben, die sie an drei Tagen in der Woche in einer vorher festgelegten Zeit in der Schule erledigen sollen. Diese Zeit nennen wir Arbeitszeit, sie ist Teil des Stundenplans und wird von Lehrkräften begleitet. 

Die Aufgaben werden mehrfach differenziert und sind so gestellt, dass sie in der Regel in der vorgegebenen Zeit zu bewältigen sind. Bei Schwierigkeiten mit den Aufgaben unterstützen die Lehrkräfte die Kinder.

Jede Wochenaufgabe enthält eine Selbsteinschätzung der Kinder und eine Rückmeldung durch die Lehrerin oder den Lehrer.

An einem mit der Klasse festgelegten Tag in der Woche bekommen die Kinder die erledigten und korrigierten Aufgaben kommentiert zurück und nehmen sie zum Vorzeigen, manchmal auch zum Beenden mit nach Hause.

Die Rückmeldebögen werden von den Eltern unterschrieben, um damit auch einen regelmäßigen Lernstandsaustausch sicherzustellen.

 

Beispiel einer Wochenaufgabe aus der Klassenstufe 4: 


Ergänzend zu den Wochenaufgaben erhalten die Kinder zu Beginn der Woche eine verpflichtende Forscheraufgabe für zu Hause. Diese Aufgaben werden in der Schule gemeinsam besprochen und können ganz unterschiedlich sein. Sie regen die Kinder dazu an, Dinge zu sammeln, zu entdecken, zu lesen, zu beobachten, .... und sie sind so gestellt, dass sie im Laufe der Woche eigenständig von den Kindern erledigt werden können. Wichtig ist uns dabei, dass es nicht auf eine „perfekte“ Lösung, sondern vielmehr auf eigene Lösungswege der Kinder ankommt, die sie in ihrer Entwicklung der Selbstständigkeit voranbringen.

Einige Beispiele für Forscheraufgaben:

 

 

Mathematik:

* Trage das Alter deiner Familienmitglieder im Zahlenstrahl ein!

* Wo in deiner Umgebung findest du symmetrische Figuren? Male und schreibe deine Entdeckungen auf!

Deutsch:

* Suche aus deinem Lieblingsbuch eine Stelle aus, die dir besonders gut gefällt.

   Übe diese Stelle gut zu lesen, damit du sie den anderen Kindern am Ende der

   Woche vorlesen kannst! Wenn du magst, kannst du auch noch etwas über dein

   Buch in dein Forscherheft schreiben!

* Was kann man alles im Schnee und mit Schnee machen? Schreibe alles, was dir

   einfällt, in dein Forscherheft!

HSU:

* Sammle aus Zeitschriften und Prospekten möglichst viele Bilder von

   verschiedenen Obst- und Gemüsesorten! Schneide sie aus und bringe sie mit in

   die Schule!

* Suche drei verschiedene, besondere Laubblätter in unterschiedlichen

   Herbstfarben! Presse sie und lege sie in dein Forscherheft!

* Welche Verkehrszeichen siehst du auf deinem Weg in die Schule? Male sie

   auf! Kennst du auch ihre Bedeutung? Schreibe sie dazu! 

 

Zusätzlich motivieren wir die Kinder zu lesen und ihr Leseverständnis mit Hilfe von Antolinzu überprüfen oder sich mit mathematischen Fragen bei Zahlenzorro zu erproben. Für beide Programme bekommen die Kinder individuelle Zugangsdaten von der Schule.

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